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Trusted Euro Technology startet Zertifizierungsplattform für europäische Technologie

Trusted Euro Technology (TET) startet seine Zertifizierungs- und Discovery-Plattform für europäische Technologie und macht zentrale Aspekte digitaler Souveränität überprüfbar. Adform und smartclip sind zum Start als First Mover dabei.

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TETTrusted Euro Technology18. Sept. 2026 · Aktualisiert 22. Sept. 2026
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Digitale Souveränität wird erstmals messbar

Trusted Euro Technology startet Zertifizierungsplatt-form für europäische Technologie | Adform und smartclip sind First Mover bei Zertifizierungen

Wien/ Köln (dmexco), 23. September 2026. Europas digitale Souveränität entscheidet sich nicht nur auf politischer Ebene, sondern zunehmend bei ganz konkreten Technologieentscheidungen in Unternehmen. Cloud, KI, Daten- und Kommunikationsinfrastrukturen bestimmen Abhängigkeiten, Resilienz und Handlungsspielräume. Gleichzeitig fehlt es Technologieentscheidern und -einkäufern bislang an einer verlässlichen Grundlage, um europäische Technologieanbieter zu identifizieren und Aussagen über Eigentum, Datenhoheit oder operative Kontrolle einzuordnen. Hier setzt Trusted Euro Technology (TET) an: Das junge österreichische Unternehmen, verbindet unabhängige Zertifizierung mit einem öffentlich zugänglichen Verzeichnis, das europäische Technologie sichtbar, überprüfbar und vergleichbar macht.

Digitale Souveränität: strategisch relevant, praktisch schwer greifbar

Technologieentscheidungen sind längst strategische Entscheidungen. Wer Cloud-, KI-, Software- oder Datendienste einkauft, entscheidet damit auch über rechtliche und geopolitische Risiken, operative Abhängigkeiten und langfristige wirtschaftliche Resilienz. In der Praxis sind zentrale Fragen jedoch oft schwer zu beantworten: Wem gehört ein Anbieter tatsächlich? Wo wird Technologie entwickelt? Wo liegen kritische Systeme und Daten? Von welcher externen Infrastruktur hängt ein Dienst ab – und wo werden strategische Entscheidungen getroffen? Gleichzeitig sind viele europäische Anbieter fragmentiert nach Ländern, Märkten und Netzwerken und damit für potenzielle Käufer schwer auffindbar und vergleichbar.

„Europa fehlt nicht die Technologie, sondern die Sichtbarkeit im Markt“, erklärt Emanuel Peruzzi, Co-Founder und CEO TET. „Über 80 Prozent der in europäischen Ländern genutzten digitalen Produkte, Dienstleistungen, Infrastruktur und geistigen Eigentums stammen aus Nicht-EU-Ländern, und das nicht etwa, weil es keine europäischen Alternativen gäbe oder europäische Angebote schlechter wären. Gleichzeitig führen Gesetze wie der US Cloud Act, KI-Exportkontrollen sowie kritische Anbieterkonzentrationen dazu, dass 90 Prozent der Entscheider im DACH-Raum bereits Maßnahmen ergriffen haben oder planen, um ihre digitale Unabhängigkeit zu stärken. Mit TET wollen wir dem Markt ein Instrument bieten, das umfassende Transparenz schafft, einfach und evidenzbasiert hochwertige Investitionsentscheidungen ermöglicht und so die Technologiewahl nachhaltig absichert. Europäische Technologieanbieter verfügen damit über Gütesiegel, die ihre Position im internationalen Wettbewerb maßgeblich stärken und ihnen Zugang zu neuen Marktpotenzialen eröffnen.“

„Technologieentscheidungen zählen heute zu den kritischsten Entscheidungen, die Unternehmen treffen müssen, und das nicht nur in finanzieller Hinsicht“, unterstreicht Matthias Stöcher, Head Legal, Policy & essential Projects der österreichischen Tageszeitung DER STANDARD. „Neben Leistungspotenzial und Wirtschaftlichkeit spielen gerade im digitalen Bereich Aspekte wie europäische Datenschutz Compliance, Systemunabhängigkeit, technische und wirtschaftliche Souveränität und Autonomie eine zentrale Rolle. In Europa fällt die Wahl häufig auf US-amerikanische VLOP, obwohl dies zu kritischen Abhängigkeiten und Erpressungspotenzialen führt, die seit der Trump-Tax-Politik ein erhebliches Bedrohungspotenzial für hiesige Unternehmen darstellen können. Hier ein ebenso einfaches wie leistungsstarkes Orientierungsinstrument zu haben, das Transparenz bezüglich entscheidender Technologiefaktoren wie Eigentümerschaft, Datenhoheit, lokale Ansiedlung von Produktentwicklung und Wertschöpfung sowie Unternehmensführung und operative Kontrolle schafft und damit ein hochwertiges, effizientes und zukunftssicheres Technologie-Screening ermöglicht, ist ein wichtiger Schritt in Richtung unternehmerische Eigenbestimmung und digitale Souveränität für Europa.“

Vom Souveränitätsversprechen zum überprüfbaren Signal

Hier setzt TET an und macht aus abstrakten Begriffen überprüfbare Kriterien. Das Zertifizierungssystem, das zum Start Technologiesektoren wie SaaS & Plattformen, Advertising, FinTech, HealthTech, GovTech, Industrial IoT, AI Start-ups und Deep Tech abdeckt, umfasst mehrere Dimensionen: Eigentumsverhältnisse, Daten- & KI-Infrastruktur, Produktentwicklung, Betrieb, Wertschöpfung und technologische Alternativen. Die Bewertungskriterien beziehen dabei auch die Anforderungen des „EU Cloud Sovereignty-Framework“ der EU-Kommission und der daraus entwickelten “Criteria enabling Cloud Computing Autonomy (C3A)“ des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) mit ein. Die Bewertung kombiniert strukturierte Angaben, Dokumente, automatisierte Prüfungen, wo sinnvoll, und eine fachliche Prüfung. Sensible Nachweise bleiben dabei geschützt; öffentlich sichtbar werden Zertifizierungsumfang, Gültigkeit und Status.

„Ein Siegel allein schafft noch kein Vertrauen. Entscheidend ist, was dahintersteht: definierte Kriterien, nachvollziehbare Nachweise, dokumentierte Prüfentscheidungen und ein aktueller Zertifizierungsstatus. Daher setzt TET auch auf einen strukturierten Rezertifizierungsprozess: Nach einem Jahr wird erneut anhand des aktuellen Kriterienkatalogs geprüft – mit Fokus auf die relevanten Änderungen. Das schafft Verlässlichkeit, ohne den Prozess unnötig aufwändig zu machen“, erklärt Julius Bauer, Co-Founder und COO von TET.

Das erste Zertifizierungsangebot, „European Ownership“, ist ab Oktober 2026 verfügbar. Die weiteren EuroTech-Siegel – „European Data & AI Sovereignity“, „European Product“, „European Operation“ und „European Sovereignity“ – sind bis spätestens Q1 2027 geplant. Zertifizierte Unternehmen können sich zudem in einem durchsuchbaren TET-Verzeichnis listen lassen, der Einkäufern, Beratern und weiteren Technologieentscheidern die Suche und Vorauswahl nach Branche, Land, Technologie und Zertifizierungsart ermöglicht.

Adform und smartclip zum Start dabei

Mit Adform und smartclip haben sich zwei namhafte europäische Adtech-Unternehmen bereits zum Start von TET für eine Zertifizierung entschieden.

„Europa verfügt über ein reichhaltiges Ökosystem erfolgreicher, unabhängiger Unternehmen im Bereich der digitalen Technologien, steht jedoch vor einer strukturellen Sichtbarkeitskrise. Adform unterstützt Initiativen, die Informationen über europäische Technologie-anbieter übersichtlicher und zugänglicher machen. Wir begrüßen das Bestreben von TET, zu diesem Ziel beizutragen, und freuen uns darauf, die Weiterentwicklung des Rahmenwerks mitzuverfolgen“, sagt Oliver Whitten, Chief Operating Officer, Adform.

„Europa kann kein souveränes Medienökosystem aufbauen, solange es strukturell von Technologien abhängig bleibt, die von anderen kontrolliert werden“, erklärt Thomas Servatius, Co-CEO smartclip. „Aus diesem Grund setzt sich smartclip konsequent für einen offenen, kooperativen europäischen Ansatz im Bereich AdTech ein, der den Rundfunkanstalten die Kontrolle über ihre Technologie, ihre Daten und ihre wirtschaftliche Zukunft ermöglicht. Dieser Grundsatz erstreckt sich über unsere Ad-Serving-Lösungen hinaus auch darauf, wie wir KI entwickeln und einsetzen, um die Zukunft unserer Branche zu gestalten. Bislang fehlte eine neutrale und wiedererkennbare Möglichkeit, echte europäische Technologiekompetenzen von pauschalen Souveränitätsansprüchen zu unterscheiden. TET hat das Potenzial, diesen gemeinsamen Bezugspunkt zu schaffen. Wenn die Branche sich dafür einsetzt, kann das Gütesiegel dazu beitragen, der europäischen Technologie mehr Glaubwürdigkeit und Sichtbarkeit zu verschaffen und ihr letztlich eine stärkere Rolle in der globalen digitalen Wirtschaft zu verschaffen.“

Über Trusted Euro Technology (TET)

Die Trusted E-Technology GmbH wurde Ende Juli 2026 in Wien gegründet und betreibt mit Trusted Euro Technology (TET) eine innovative, webbasierte Zertifizierungs- und Discovery-Plattform für europäische Technologieunternehmen.

Das von Emanuel Peruzzi (Co-Founder und CEO) und Julius Bauer (Co-Founder und COO) geleitete Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, die Marktsichtbarkeit europäischer Technologieanbieter über standardisierte Gütesiegel zu investitionssensiblen Kriterien wie Eigentumsverhältnisse, Daten- & KI-Infrastruktur, Produktentwicklung, Betrieb, Wertschöpfung und technologische Alternativen zu steigern. Erfolgreich geprüfte Unternehmen erhalten ein digitales „EuroTech-Seal“, ein Zertifikat und einen öffentlich verifizierbaren Eintrag im TET-Verzeichnis. Der Ansatz verbindet damit Zertifizierung, Transparenz und Matchmaking und zielt darauf ab, europäischen Technologieanbietern den Zugang zu Beschaffungsprozessen zu erleichtern.

Erster Verbandspartner von TET ist das iab austria, die größte Interessenvertretung der österreichischen Digitalwirtschaft.

Weitere Informationen unter https://www.trusted-euro-technology.eu/.

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